Karrierewechsel mit 35+. Es ist nicht zu spät. Es ist perfekt.
'Bin ich zu alt für einen Neustart?' Diese Frage höre ich öfter, als mir lieb ist, meistens von Menschen zwischen 35 und 50, die eigentlich genau in der Phase stecken, in der sie am meisten zu bieten haben.
Mit 35+ bringst du etwas mit, das kein Berufseinsteiger hat: Selbstkenntnis. Du weißt, in welchem Umfeld du aufblühst und in welchem nicht. Du kennst deine Belastungsgrenzen, deine Stärken, deine blinden Flecken. Das macht dich planbarer für ein Unternehmen, nicht riskanter.
Natürlich gibt es Vorurteile, auch bei Personalverantwortlichen. Die Sorge, ob du dich noch 'einarbeiten lässt' oder ob du zu teuer wirst. Diese Sorgen sind meistens unbegründet, aber du musst ihnen aktiv begegnen, statt zu hoffen, dass sie sich von selbst auflösen.
Konkret heißt das im Gespräch: Betone deine Lernkurve, nicht deine Betriebszugehörigkeit. Erzähl von der letzten Fähigkeit, die du dir angeeignet hast, nicht nur von der Erfahrung, die du schon hast. Zeig, dass Wandel für dich normal ist, kein Ausnahmezustand.
Und wenn ein Unternehmen dich wegen deines Alters ablehnt: Das ist keine Aussage über deinen Wert, das ist eine Aussage über die fehlende Reife dieses Unternehmens. Die Firmen, die wirklich vorne mitspielen wollen, wissen längst, dass gemischte Teams die stärksten sind.

